Verhalten

Kinder können als sehr liebevoll gelten aber frühzeitige Verhaltensunterstützung ist wichtig, da Probleme weit verbreitet sind - aber nicht umfassend- und sehr erheblich sein können. Die Kinder können Schwierigkeiten mit Veränderungen haben und Routine bevorzugen. Schwierigkeiten können Beißen, Kratzen und/oder Haareziehen beinhalten. Die Kinder können hyperaktiv sein und an Schlafstörungen leiden. Sie werden oft als ‘sensibel’ beschrieben und können mit den Händen wedeln, wenn sie aufgeregt sind. Sie werden oft als Autisten bezeichnet/diagnostiziert, obwohl dies nicht die passende Bezeichnung zu sein scheint um all ihre Probleme zu umschreiben. Gerade in Deutschland ist es aber oft notwendig diese Diagnose zu bekommen um notwendige Unterstützung für das Kind zu erhalten.

(Quelle: Übersetzung aus http://www.rarechromo.org/information/Chromosome%20%206/SYNGAP1%20syndrome%20FTNW.pdf)


Etwa die Hälfte der weltweit bekannten Syngap Kinder bekommt eine Autismusdiagnose. Da sie aber weder zu den klassischen frühkindlichen Autisten gehören noch am Asperger Autismus leiden, wird dieser oft als Atypischer Autismus bezeichnet (im englischen auch PDD-NOS genannt). Inzwischen fasst man allerdings diese Erkrankungen als Autismus Spektrum Störung (ASS) zusammen.

Vorlieben und Obsessionen

Viele der Syngap Kinder haben ein ausgeprägtes Interesse an bestimmten Beschäftigungen. Wasser in jeglicher Form (Badezimmer, WC, Springbrunnen, Gartenteich, Meer oder auch einfach nur ein Video mit Wasser wirkt auf viele extrem anziehend und löst wahre Begeisterung aus. So etwas kann auch sehr motivierend für unsere Kinder sein.

Auch Musik ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens für unsere Kinder. Instinktiv singen viele Mütter für Ihre Syngap Kinder. Das kann je nach Situation für Begeisterung oder schnelle Beruhigung oder zumindest Ablenkung sorgen. Wenn diese Vorliebe zur Obsession wird, hören unsere Kinder auch mal gerne ein Lied in Dauerschleife.


Knöpfe und Schalter sind bei einigen Kindern sehr beliebt. Spielzeuge mit Tasten, Lichtschalter, Knöpfe an Aufzügen stehen bei vielen Kindern ganz hoch im Kurs. Je nach motorischer Entwicklung und Alter ändern sich diese Vorlieben etwas.